Systemische Arbeitsweise

Ich arbeite schwerpunktmäßig systemisch, was u. a. bedeutet, dass mir Lösungs- und Ressourcenorientierung ein zentrales Anliegen sind. Sie, die Ratsuchenden, sind dabei die Experten für die Lösungen, und ein Problem ist zunächst einmal bereits eine Lösung für eine „irgendwie ungute“ Situation. Gleichzeitig geht es nicht darum, das Problem zu fokussieren, sondern Lösungen zu entwickeln, die Ihren Handlungsspielraum erweitern („Handle stets so, dass die Anzahl der Wahlmöglichkeiten größer wird.“ Heinz von Förster) Auch Ressourcenorientierung bedeutet, statt Schwierigkeiten oder Schwächen die stets vorhandenen Ressourcen in den Fokus zu rücken und zu nutzen.

Wesentlicher Bestandteil der systemischen Sichtweise ist zudem, das Individuum nicht vereinzelt zu betrachten, sondern im Kontext und als Teil eines sozialen Systems, das wiederum Teil eines (größeren) Systems ist, usw. (z. B. Mitarbeiter als Teil des Teams, Team als Teil der Institution, Institution als Teil der Gesellschaft …).
Systemisch betrachtet verläuft die Kommunikation in sozialen Systemen nicht nach dem Ursache-Wirkungsprinzip sondern zirkulär, wechselseitig und permanent („Man kann nicht nicht kommunizieren.“ Paul Watzlawick). Es geht also in der systemischen Arbeit auch darum, Wechselwirkungen zu erkennen und zu verstehen.

Einige der bekanntesten systemischen Methoden sind Hypothesenbildung, zirkuläre Fragen, Skalierung, die Frage nach Ausnahmen, Verbildlichung durch Genogramme oder Organigramme und die Arbeit mit Skulpturen.